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Kyrelor bandit par amour

Weitere Titel: Kyrelor, Bandit aus Liebe (D, Ö)/ Baffles, Bandit (UK)/ Max foils the police (USA) - Regie: (Louis Gasnier) - Länge: 185m - s/w, teilweise viragiert - Interpret: Max Linder {Kyrelor} - Produktion: Pathé Frères - Katalog-Nr.: 3541/Mai 10 - UA: 15. April 1910 (Wien/ Graben Kino) — Weitere Auff.:5.8.10 (Bordeaux/ Théâtre Français)

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Abenteuerszene von Max Linder. Kyrelor kommt vor das Fenster seiner Angebeteten, doch dieser ist es unmöglich, mit Kyrelor zusammenzukommen oder zu sprechen, da sie von Papa und Mama aufs schärfste überwacht wird und sogar gezwungen wird, einem Mann die Hand zu reichem, dem sie nie ihre Zuneigung geben könnte. Durch ein Briefchen erfährt Kyrelor diese Zustände und mit zwei vermummten Kollegen entführt er seine Braut. Er bringt sie in ein eigentümliches Zimmer, wo sich dieselbe scheu umsieht. Der Papa verständigt den Polizeichef telephonisch von dem Ueberfall. Dieser schickt die Wache aus, Kyrelor zu suchen. Sie kommen in das Versteck Kyrelors, wo sie das Zimmer leer finden, denn Max hat seine Liebste versteckt und er selbst hat sich durch einen Sprung aus dem Fenster der Verhaftung entzogen. Er geht selbst zum Polizeikommissär, den er nach kurzem Gespräch überrumpelt, ihn in eine Kiste sperrt und umgekleidet als Polizeichef, gibt er den Befehl, die Kiste im Gefängnis zu verwahren. Papa und Mama kommen ebenfalls zur Polizei. Der verkleidete Max läßt die beiden auch ins Gefängnis führen und eilt zu seiner Braut, vordem will er jedoch noch seinen Rivalen weghaben und teilt ihm mit, daß dieses Fräulein bei Kyrelor sich befindet. Der Verehrer steckt ein Messer zu sich und kommt in die Wohnung von Kyrelor. Hier hat Max eine Puppe mit treffend ähnlichem Gesicht in einen Fauteuil gesetzt und als der Verehrer ins dunkle Zimmer kommt, sieht er die Puppe, der er das Messer hineinsticht; aber Entsetzen packt den Mann, als er plötzlich Kyrelor lebend aus dem Zimmer kommen sieht. Der Rivale, in der Meinung, den Geist des Toten vor sich zu haben, entflieht und Max befindet sich im Alleinbesitz seiner Braut. (Neues Wiener Journal, 1.5.1910)

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Max Linder appears in this play as a daring bandit, and, to judge from his exploits, he must be counted among the most successful of (stage) criminals. With the aid of two others, he elopes with a fair damsel, and baffles the police at every turn. He enters the private room of the commissioner of police, and, being overpowered, is forced into a large chest, from which the commissioner emerges victorious, and orders the chest and the man inside to be closely secured. Whilst his sub-ordinates are carrying out his orders he removes his wig and discloses the features of the daring Max, who calmly turns the key of the cell on the bewildered police and the real commissioner inside the chest. Max goes through several more scenes of an equally exciting and amusing nature, from which he at last comes to the delights of love-making, in which, needless to say, he is adept. (The Bioscope, Apr. 28, 1910)

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Avec l’aide de deux amis, Max enlève une demoiselle que ses parents voulaient forcer à un mariage désastreux. Après avoir trompé la police, il pénètre dans le bureau du chef de la police où après une bataille avec celui-ci, Max va être mis en prison. Mais, il se relève et, à la fin, c’est toute l’escouade de police et leur chef qui se retrouvent derrière les barreaux pendant que Max va vers ses amours. (Henri Bousquet, Catalogue Pathé des années 1896 à 1914, Bures-sur-Yvette, Editions Henri Bousquet, 1994-2004)

 

 

 

Eine Kopie des Films wird verwahrt in: Archives du Film du CNC (Bois d'Arcy)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Filmbeschreibungen/Kritiken:

 

Kyrelor, der aus Liebe Bandit geworden ist, vollbringt Wunder von List und Geschicklichkeit um diejenige, die er liebt, zu entführen. Er vereitelt alle Pläne der Detektive mit einer unerschütterlichen Kaltblütigkeit. Jedes Bild bringt einen unerwarteten neuen Vorgang, und die Abenteuer Kyrelors sind zugleich amüsant und aufregend. (Der deutsche Lichtbildtheater-Besitzer, 12.5.1910) 

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With the aid of two friends Max carries off a damsel whose parents wish to force her into a distasteful marriage. Thereafter he checkmates the police at every turn, and finally penetrates into the office of the chief of police. Here a struggle takes place between the two men. Max underneath his opponent is forced into a large chest, the struggle continues, the chief presently emerges, locks the box upon his captive, and gives instructions for the chest and the man inside to be incarcerated. The moment his subordinates have left the room to carry out his instructions, he removes his wig, and lo, and behold, it is Max, who calmly makes his way to the cell and turns the key upon the police and the real chief of the police inside the box. To inveigle his rival into stabbing a life size dummy of himself is Max's next act, and then having scared the guilty man pretty well out of his senses by his sudden apparition, this imperturbable outlaw finds time to turn his attention to the delights of lovemaking. (The Nickelodeon, Jul. 1, 1911; The Film Index, Jul. 2, 1910)