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Mari jaloux

Weitere Titel: Max und seine Film-"Kollegen" (D, Ö)/ Max Cures Cinemania (UK) - Regie: Max Linder (; René Leprince) - Szenario: Max Linder - Länge: 330m - s/w, teilweise viragiert - Interpreten: Max Linder {Max Linder}; Henri Collen {M. Bourgeois}; Emile Pierre {Kameramann}; Carbrey Boys {Team Dancers}; Hilda May {«Gastauftritt»} - Produktion: Pathé Frères - Katalog-Nr.: 6608/Mai 14 - Auff.: 11. April 1914 (Berlin/ U.T.-Unter den Linden) — Weitere Auff.: 1.5.14 (Wien/ Graben Kino); 19.6.14 (Paris/ Omnia Pathé)

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Max Linder zeigt sich wieder in seiner einzigartigen Mimik und Gestaltungsmöglichkeit, in seiner Humoreske "Max und seine Filmkollegen". Dieser Pathé-Film ist einer von den humoristischsten von denen, die wir nie missen möchten. Linder schöpft unentwegt aus dem Born seines scheinbar nie versiegenden Ideenreichtums. Chr. Arp. [=Christian Arp] (Erste Internationale Film-Zeitung, 18.4.1914)

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Approached by two would-be artistes and tired of similar requests, Max teaches them a very salutary lesson during a comical production. (The Bioscope, Apr. 30, 1914)

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C'est une scène de Max Linder, jouée par l'auteur (Pathé). Il s'agit d'une brave bourgeoise qui, désirant la gloire s'est mis dans la caboche de faire du cinématographe. Le mari, qui avait cru tout d'abord sa femme amoureuse de l'éblouissant Max, se laisse, lui aussi, gagner par la contagion des planches; les deux époux tourneront ensemble. Là-dessus, se déroule un inénarrable scenario, dont les deux bourgeois sont les interprètes. Initiés malgré eux à l'envers de la gloire, sous formes de chutes, douches, cascades, pluies d'objets plus ou moins hétéroclites, nos néophytes prennent leurs jambes à leur cou … et courent encore! (Le Film, 12.6.1914)

 

 

 

Anmerkung: Richard Abel beschreibt die Anfangsszene einer 378m Kopie vom 'Bois d'Arcy' Archiv, die in der Version, die im Rahmen der Serie 'Les Films Max Linder' ausgestrahlt wurde, fehlt: “Ein Zwischentitel kündigt Maxens Sketch im Alhambra an, aber eine Totale zeigt zwei gleich aussehende männliche Tänzer in perfekter Synchronität tanzen, wie siamesische Zwillinge." (The Ciné goes to town). [Note: Richard Abel describes the opening scene of a 378m print from the 'Bois d'Arcy' archive, which is missing in the version, that aired in the series 'Les Films Max Linder': “An intertitle announces Max's sketch at the Alhambra, but a long-take FS/LS offers two look-alike male dancers performing in perfect synchrony, like Siamese twins." (The Ciné goes to town).]

Eine Kopie des Films wird verwahrt in: bfi/National Film and Television Archive (London), Archives du Film du CNC (Bois d'Arcy), Cinémathèque Française (Paris) Der Film war Teil der Serie "Les Films Max Linder" (TV 1995) (-"- / Der eifersüchtige Ehemann, 1914, 13:50) Ein Ausschnitt des Films ist enthalten in: L'homme au chapeau de soie, 1983; Le Temps de Max (TV-Dokumentation, 2000)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Filmbeschreibungen/Kritiken:

 

Dies ist ein Film voll Drolligkeit, lustiger Einfälle, und jenem Vaudevillehumor, wie er eben nur in Frankreich daheim ist. Max Linder, dieser Künstler voll Eleganz und Humor, agiert selbstverständlich die Hauptrolle in dieser flotten Posse. Eine brave Bürgersfrau, begeistert von dem Ruhm der Kinematografie, faßt den Entschluß, Kinoschauspielerin zu werden. Ihr Gatte, der glaubt, daß die Ursache dieser plötzlichen Kinoleidenschaft weniger Kunstbegeisterung, als vielmehr - Max Linder sei, beschließt dem Schritt seiner Frau zu folgen, um sie stets überwachen zu können. So gehen denn die beiden Ehegatten mit fliegenden Fahnen zur Kinematographie über. Hierauf entrollen sich unbeschreiblich komische Szenen deren Hauptpersonen das bürgerliche Ehepaar bildet. Der Weg zum Ruhm ist steil und mühevoll und so haben auch unsere braven Eheleute eine Anzahl von Hindernissen zu überwinden, so daß sie, um überhaupt mit heiler Haut davonzukommen, Hals über Kopf die Flucht ergreifen und der Kinematographie Valet sagen. (Pathé Woche [Wien], 1. Mai-Woche 1914)

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Herr und Frau Wiedehopf lernen im Alhambratheater Max Linder kennen und das Ehepaar lädt den gefeierten Künstler für den nächsten Tag zum 5-Uhr-Tee ein. Max sagt zu und erscheint pünktlich. Herr Wiedehopf merkt aber bald, daß seine Frau sich für ihren Gast auffällig interessiert, und indem er sich des Ausspruches von Molière: "Lächerlichkeit tötet die Liebe", erinnert, mischt er ein schnell wirkendes Mittel in die Teetasse unseres Max. Während aber die Herrschaften einen Augenblick die Gemäldesammlung des Herrn Wiedehopf betrachten, vertauscht die Magd unabsichtlich die Tassen, sodaß Herr Wiedehopf der Düpierte wird. Während so der gute Hausherr andauern unterwegs ist, bekennt Frau Wiedehopf ihrem Gast, daß sie zu gern einmal im Kinematograph mitspielen möchte. Zu guterletzt schließt sich auch Herr Wiedehopf dem Wunsch seiner Frau an; Max willigt ein und bittet die Eheleute in seinem neuen Drama "Getäuscht" mitwirken zu wollen. In diesem Drama soll Herr Wiedehopf den Diener spielen, während er, Max, der genasführte Ehemann und Frau Wiedehopf die untreue Gattin darstellen soll. Es ist also ein Eifersuchtsdrama schlimmster Güte, in welchem die Frau den Diener liebt. Max erklärt auf der Probe den Gang der Handlung, der so beschaffen ist, daß der heimkehrende Gatte die Beiden überrascht, in Raserei gerät und dann zuerst den Diener seiner Frau und zum Schluß sich selbst erschießt! Das gute Ehepaar Wiedehopf soll aber unangenehm überrascht werden, denn Max plant eine kleine Bosheit! Während der Anfang des Stückes regelrecht vor sich geht: der Ehemann rasend vor Eifersucht ins Zimmer stürzt und den Diener erschießt, versagt plötzlich der Revolver, so daß für Max und seine "Frau" keine Kugel mehr vorhanden ist! Nun soll Herr und Frau Wiedehopf erfahren, daß das "Filmschauspielern" gar nicht so einfach ist, denn Max nimmt alles, was ihm in die Hand kommt, Mehl- und Salzfaß, Oel- und Essigflasche und wirft es auf das "ungetreue Paar", das sich im höchsten Schreck auf dem Boden wälzt. Dann aber eilen die Beiden davon, so schnell sie ihre Beine tragen können, und es ist ihnen wohl für alle Zeit die Lust vergangen: Filmschauspieler zu werden! (Erste Internationale Film-Zeitung, 28.3.1914)