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Max collectionne les chaussures

Weitere Titel: Max als Stiefelsammler (D, Ö)/ Max's Latest Hobby (UK) - Regie: Max Linder - Szenario: Max Linder (; Armand Massard) - Länge: 295m - s/w - Interpreten: Max Linder; Lilian Greuze - Produktion: Pathé Frères - Katalog-Nr.: 6371/Jan.14 - Auff.: 28. November 1913 (Berlin/Passage Theater) — Weitere Auff.: 12.12.13 (Wien/Graben Kino); 6.2.14 (Paris/Omnia Pathé)

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Max geht mit seinem wunderschönen Neufundländer am Strande spazieren und legt sich, da er müde ist, zu einem kleinen Schläfchen nieder. Er wird durch eine entzückende Dame geweckt, die ihn bittet, aufzustehen, da er ihr den Weg versperrt. Sofort ist Maxens Müdigkeit geschwunden und mit gewohnter Siegesmiene folgt er der Schönen. Diese steigt ins Bad und läßt ihre kleinen Schuhe am Ufer stehen. Max eignet sich diese an und läßt seine als Ersatz dort. Doch sieht er nicht, daß ein des Weges kommender Strolch sich diese, nämlich Maxens Schuhe, gegen die eigenen, total defekten, eintauscht. Aus dem Wasser kommend, sucht die Dame vergebens nach ihren Schuhen. Max erscheint und teilt der Dame von dem Verwechslungsscherz mit, indem er auf seine vermeintlichen Schuhe zeigt. Die Dame, empört über die elenden Stiefel, packt diese, zu Maxens Schreck und wirft sie ins Meer. Max ist über diese Behandlung seiner Schuhe so sehr empört, daß er die Schuhchen der Dame ebenfalls ins Meer wirft. Zum Glück ist der Neufundländer zur Stelle, der die Schuhe der Dame apportiert, die sich wütend entfernt. Max aber nimmt sein Schläfchen wieder auf. Der gute Neufundländer, der in dem Wahn ist, sein Herr sammle Stiefel, häuft eine Unzahl großer, kleiner hübscher und häßlicher Schuhe neben seinem schlafenden Herrn auf. Seine gute Witterung führt ihn in den Garten der Dame, die gerade dabei ist, ihre bereits trockenen Stiefel wieder anzuziehen. Rasch hat der Hund einen derselben erhascht und läuft mit dieser Beute zu seinem unter Schuhen fast vergrabenen Herrn. Die Dame, die dem Neufundländer gefolgt ist, kann sich des Lachens nicht erwehren. Da nun Heiterkeit ein glänzendes Versöhnungsmittel ist, verzeiht sie Max gerne und aus den Beiden wird ein glückliches Paar. (Pathé Woche [Wien], 1913)

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At the beach, amorous Max exchanges his shoes for those of a fair bather. The scheme goes awry, Linder's dog still further adding to the fun. (The Bioscope, Dec. 11, 1913)

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Max, en villégiature sur la Côte d’Azur, vient se reposer sur la plage, lorsqu’il est troublé dans son farniente par la venue d’une jolie baigneuse, en pêcheuse de crevettes. La vue de cette charmante enfant réveille notre dormeur qui la suit à travers les galets. Tandis qu’elle se déchausse pour pêcher, le long de la vague qui déferle, Max lui subtilise adroitement une de ses mignonnes chaussures. Mais la jeune fille se fâche. Max l’imite et jette son soulier à l’eau. Le chien de Max, croyant que ce geste est destiné à son propre plaisir, se jette à l’eau et rapporte le petit soulier à Max qui le serre tendrement sur ses lèvres et s’endort. Cependant le chien de Max, croyant que son maître collectionne des chaussures, lui rapporte toutes celles qu’il peut trouver sur la plage, puis à l’hôtel, chez un brocanteur, etc. Lorsque la jolie pêcheuse de crevettes rentre de son excursion, elle trouve son admirateur enseveli sous un monceau de chaussures de toutes catégories. Sa gaieté l’emporte sur son ressentiment et les deux jeunes gens, réconciliés, deviennent de très bons amis. (Henri Bousquet, Catalogue Pathé des années 1896 à 1914, Bures-sur-Yvette, Editions Henri Bousquet, 1994-2004)

 

 

 

Anmerkung: Georges Coquet wird als Mitspieler in diesem Film genannt (Catalogue des Films français de Fiction de 1908 à 1918). Bei der Partnerin von Max könnte es sich um Lilian Greuze handeln. ― Note: Georges Coquet is mentioned as an actor in the film (Catalogue des Films français de Fiction de 1908 à 1918). His female partner resembles Lilian Greuze.]

Eine Kopie des Films wird verwahrt in: Archives du Film du CNC (Bois d'Arcy), Cinémathèque Française (Paris) Der Film war Teil der Serie "Les Films Max Linder" (TV 1995) (-"-/Max sammelt Schuhe, 1913, 11:17) Ein Ausschnitt des Films ist enthalten in: Le Temps de Max (TV-Dokumentation, 2000)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Filmbeschreibungen/Kritiken:

 

Max Linder spielt einen Seebad-Helden in dem Schwank "Max als Stiefelsammler" und wird dabei von einem Wolfshund tatkräftigst unterstützt. Max tauscht einer süßen Fischerin die am Strande zurückgelassenen Schuhe durch seine Stiefletten aus. Ein Landstreicher vertauscht diese mit seinen ausgetretenen und durchlöcherten Stiefeln. Als die kleine Fischerin nach ihren Halbschuhen sah, fand sie diese groben, unappetitlichen Stiefel vor. Max, der eine Eroberung der kleinen Fischerin beabsichtigte, kommt auf die Unrichtige. Sie nimmt ihm ihre Stiefelchen weg, überläßt ihm dafür die ausgetretenen Stiefel des Landstreichers und versetzt so den Seladon in die unangenehme Lage, nun selbst seine Stiefletten suchen zu müssen. Aber er hat einen geschickten Hund und der bringt ihm nicht nur seine Stiefletten zur Stelle, sondern auch Herren- und Damenschuhe aus den Hotels, weggeworfene Stiefelreste von den Kehrichtsammelkisten, ganze Stiefel-Auslagen aus Schuhwarenlagern und überdeckt damit Max, so daß sich dieser wie unter einem Grabhügel von Schuhen befindet. Als der Hund auch noch der schönen Fischerin einen Schuh wegnimmt, verfolgt sie ihn, und hilft Max aus der Stiefelsammlung heraus. Auch dieser Film wird viele Freunde finden. (Kinematographische Rundschau, 23.11.1913)

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Max ist im Seebad. Er ist am Strande eingeschlafen, wird jedoch in seiner beschaulichen Tätigkeit von einem hübschen weiblichen Badegast, der Krabben fängt, gestört. Der Schlaf ist plötzlich von ihm gewichen, und er folgt dem willkommenen Störenfried nach. Die Schöne macht an einer einsamen Stelle des Strandes Halt, zieht sich die Schuhe aus und trippelt ins Wasser. Max macht sich einen Scherz, nimmt ihr die Stiefeletten fort und stellt ihr dafür die seinigen hin. Bald kommt ein Fischer, und als er die eleganten Schuhe Maxens sieht, vertauscht er sie mit seiner eigenen Fußbekleidung, die nicht mehr ganz auf der Höhe der Mode ist. Als die junge Dame aus dem Wasser steigt und anstatt ihrer zierlichen Schuhe ein Paar schwer genagelter Stiefel von ganz ansehnlicher Größe vorfindet, ist sie höchst empört, muß sich aber, um nicht barfuß nach dem Badeorte zurückzukehren, mit den ominösen Stiefeln zufrieden geben. Bald stößt sie auf Max, der nun versucht, sie über den Scherz aufzuklären. Die junge Dame ist aber hiermit gar nicht einverstanden und wirft die schweren Stiefel ins Wasser. Max ist beleidigt und tut dasselbe mit den Schuhen der Dame. Maxens Hund scheint dadurch zu der Ueberzeugung gelangt zu sein, daß das Schuhwerk nur zum Spiel ins Wasser geworfen sei, und so holt er die Schuhe der Dame heraus und bringt sie seinem Herrn, der die Schuhe mit übermäßiger Verehrung behandelt. Der kluge Hund will nun seinem Herrn eine Freude machen und sucht während Max sein unterbrochenes Schläfchen wieder aufnimmt, sämtliche Schuhe aus der Nachbarschaft zusammen und häuft sie so um den Schläfer herum an, daß Max ganz darunter verschwindet. In dieser Lage findet ihn die junge Schönheit wieder, und sie belustigt sich dermaßen darüber, daß sie sich wieder mit ihm aussöhnt. (Pathé-Woche №52 [Berlin], 1913)