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Max et sa belle-mère

Weitere Titel: Max und seine Schwiegermutter (D, Ö)/ Max and His Mother-in-Law (UK) - Regie: (Lucien Nonguet) - Länge: 150m - s/w, teilweise viragiert - 5 UT - Interpreten: Max Linder; Jacques Vandenne; Paulette Lorsy - Produktion: Pathé Frères - Katalog-Nr.: 4297/Mai 11 - Drehzeit: vor Nov. 1910 - UA: 28. April 1911 (Wien/Graben Kino) — Weitere Auff.: 27.5.11 (Berlin/ Excelsior-Lichtspiele); 23.6.11 (Paris/ Omnia Pathé)/ (Lyon/ Pathé Grolée)

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Schwiegermütter sind im allgemeinen in keinem Haushalt gern gesehen. Wenigstens nicht von den Ehemännern. Der angekündigte Besuch einer solchen würdigen Dame hat immer eine gewisse Spannung zwischen den Eheleuten zur Folge. Max ist daher selbstverständlich sehr wenig erbaut von der Nachricht, daß auch ihm solch Logierbesuch zugedacht ist. Er sinnt auf allerlei Mittel, wie er seine Schwiegermutter sehr bald wieder auf den Heimweg bringen kann. Was er für tolle Zicken ausheckt, um seiner "geliebten" Schwiegermama den Aufenthalt in seinem Hause so unangenehm als möglich zu machen, ist im Film "Max und seine Schwiegermutter" zum Totlachen dargestellt. Das Publikum wird über den, trotz aller kleinen Bosheiten, äußerlich sehr zuvorkommenden und liebenswürdigen Schwiegersohn Max - von Linder glänzend gespielt - aus den dröhnendsten Heiterkeitsausbrüchen nicht herauskommen. (Erste Internationale Film-Zeitung, 13.5.1911)

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Into a young couple's household is dropped a bombshell by the delivery of a short note, stating that "Dad" and "Ma" are coming. Max, in league with his servants, lays his plans to give his mother-in-law a warm welcome. She arrives in due course, and Max leads her to a chair, which is jerked away by a parlour maid just as the good lady is about to seat herself. Then at night her bed gives way. Max is all indignation, but Ma is glad when morning dawns and she can depart. But before she goes, her son-in-law prays her so see his best friend. His relation waits with a smile, which changes as an enormous bear trundles in and makes for her. (The Bioscope, May 4, 1911)

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Max professe à l’égard de sa belle-mère, les sentiments d’inimitié communs à tous les gendres dans tous les pays civilisés. Belle-maman, ayant annoncé à ses enfants son arrivée prochaine, Max furieux, achète la complicité des domestiques pour lui rendre son séjour intolérable. Ceux-ci le secondent à merveille. Grâce à leur zèle, belle-maman roule de chute en chute, reçoit le jet d’arrosage du jardinier, la poussière des tapis que l’on bat, une soupière de soupe bouillante sur la tête; son lit s’effondre pendant son sommeil. Enfin, après une série de mésaventures inénarrables, belle-maman tombe dans les griffes du meilleur ami de Max, un ours pour de bon et, ahurie, affolée, meurtrie, elle saute dans le premier train en partance en jurant bien qu’on ne l’y reprendra plus. (Henri Bousquet, Catalogue Pathé des années 1896 à 1914, Bures-sur-Yvette, Editions Henri Bousquet, 1994-2004)

 

Szenenfoto Max et sa Belle-mère

Szenenfoto

 

 

 

Anmerkung: Zur eindeutigen Identifizierung bei einer Bestellung führten die Filme neben Titel und Film-Nummer noch ein sogenanntes Telegrammwort. Für diesen Film lautete es «Négresse». Vielleicht ist im Laufe der Zeit durch einen Übertragungsfehler der, im Pathé Register nicht enthaltene, Titel «Max et sa belle négresse» entstanden, der in älteren Filmografien zu finden ist. Der Film Max et sa belle-mère (1914) ist kein Remake, sondern folgt einem abweichenden Handlungsablauf.[Note: To properly identify a film, apart from its title and number, a so-called “Code-word” was attached as well. For this film the word was “négresse”. Maybe the title “Max et sa belle-négresse”, which can be found in a lot of filmographies, was “created” by mistake, while transferring information on this film. The film Max et sa belle-mère (1914) is not a remake, for it follows a differing storyline.]

Eine Kopie des Films wird verwahrt von: Gaumont Pathé Archives (Saint-Ouen) "Durée: 14:45 min. [sic., ?]"

 

 

 

 

UNTERTITEL:

 

1) Brief. - 2) Eine gut aufgenommene Schwiegermutter. - 3) Max fährt fort sich angenehm zu machen. - 4) Ein unruhiger Schlaf. - 5) Am Morgen. Erlauben Sie mir, Schwiegermutter, bevor Sie uns verlassen, Ihnen meinen besten Freund vorzustellen. (Zensurkarte Berlin Nr.11390, 26.4.1911)

 

 

 

 

 

 

Weitere Filmbeschreibungen/Kritiken:

 

Max hat für seine Schwiegermutter dieselben feindlichen Gefühle, die die Schwiegersöhne in allen zivilisierten Ländern haben. Schwiegermama hat ihren Kindern ihre Ankunft angekündigt, und Max, voller Wut, verbindet sich mit seiner Dienerschaft, um ihr den Besuch so unerträglich wie möglich zu gestalten. Sein Befehl wird wunderbar ausgeführt. Mit ihrer Hilfe empfängt sie einen tüchtigen Wasserstrahl vom Gärtner, den Staub des Teppichs, der geklopft wird, eine Schüssel voll dampfender Suppe über den Kopf gegossen, ihr Bett fällt während ihres Schlafs auseinander. Endlich, nach zahlreichen Erlebnissen, fällt Schwiegermama Max' bestem Freunde in die Hände, einem wirklichen Bären, und entsetzt springt sie in den nächsten Zug, sich zuschwörend, daß sie nie mehr Besuche machen wird. (Pathé Woche, 4.Mai-Woche 1911)