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Max fait de la photo

Weitere Titel: Max will sie knipsen (D, Ö)/ Max, the Snapshotter (UK) - Regie: Max Linder - Szenario: Max Linder - Länge: 305m - Pathécolorseq. - 1(?) UT - Interpret: Max Linder - Produktion: Pathé Frères - Katalog-Nr.: 6250/Okt.13 - UA: 13. September 1913 (Luxemburg/ Marzen's Cinéma Parisiana) — Weitere Auff.: 19.9.13 (Berlin/ U.T. Friedrichstr.); 10.10.13 (Prag/Grand Théâtre-Bio "Elite"); 28.11.13 (Paris/Omnia Pathé)

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Max hat im Bad eine reizende Venus erschaut und möchte nun gerne eine interessante Aufnahme knipsen. Die Dame, die ein sehr eng anliegendes Kostüm trägt, ist nicht gesonnen, sich den Blicken des Neugierigen auszusetzen. Als vorzügliche Schwimmerin taucht sie unter und kommt in einer ziemlichen Entfernung aus dem Wasser, geht ans Land und schleicht unvermerkt in ihre Kabine. Unterdessen wartet Max noch immer auf ihr Wiederauftauchen und beginnt schon langsam unruhig zu werden. Als aber nach fünf Minuten noch immer nichts zu sehen ist, ist der Arme überzeugt, daß er durch seine Kühnheit ein Wesen in den Tod getrieben hat. Er alarmiert sofort das ganze Bad, Taucher steigen in die Tiefe und bringen den traurigen Bericht, daß sie nicht einmal "die Leiche" finden können. Da tupft plötzlich jemand Max auf die Schulter. "Haben Sie sie noch nicht gefunden?" und der versteinerte Max blickt der "Ertrunkenen" in das vergnügt lächelnde Antlitz. Bald aber hat er sich wieder gefaßt und angeblich aus Wiedersehensfreude umarmt er die Dame und entschädigt sich durch ein paar Küsse für den ausgestandenen Schrecken. (Pathé Woche [Wien], 1913)

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At the seaside, Max gets into hot water through the snapping of a charming damsel. His gallant attempts at a rescue bring down much ridicule on the brave "cameraman," who once more misses the miss and "gets left." (The Bioscope, Oct. 2, 1913)

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Max, en villégiature à Luc-sur-Mer, se roule paresseusement dans le sable, lorsque arrive une jeune femme qui ouvre la cabine devant laquelle il est allongé. Elle paraît contrariée de sa présence, hésite, puis s’adresse à l'importun: “Pardon, Monsieur, j’ai l’habitude de me baigner en costume de bain collant. Je vous serai très reconnaissante de ne pas me regarder entrer dans l’eau”. À cette instante prière, Max se voile les yeux de ses doigts, pour mieux regarder à travers et, à peine la jolie baigneuse s’est-elle jeté dans la Grande Bleue, qu’il saisit son Kodak et le braque sur sa belle inconnue, attendant sa sortie de l’eau pour la fixer au passage. La baigneuse proteste. Max riposte qu’il a promis de ne pas regarder quand elle entrerait dans l’eau, mais non quand elle en sortirait. Làdessus, la baigneuse pique une tête. Max, ébahi, regarde les grands cercles qui se forment autour de l’endroit où elle a plongé et interrogeen vain les alentours. La sirène a disparu! Max, croyant qu’elle s’est noyée, hèle des barques, réquisitionne des scaphandriers et fait explorer l’Océan. Rien! Cependant, la jolie baigneuse, excellente nageuse, est sortie à un autre bout de la plage et, lorsqu’elle descend de sa cabine, elle aperçoit un rassemblement autour de Max qui se livre à une mimique de lamentations. La joie de notre ami à la vue de celle qu’il croyait à jamais perdue par sa faute, est indescriptible. (Henri Bousquet, Catalogue Pathé des années 1896 à 1914, Bures-sur-Yvette, Editions Henri Bousquet, 1994-2004)

 

 

 

Eine Kopie des Films wird verwahrt in: bfi/National Film and Television Archive (London), Pathé Television Archives (Paris), Cinémathèque Française (Paris), Cinémathèque Québecoise (Montreal), Archives du Film du CNC (Bois d'Arcy) Der Film war Teil der Serie "Les Films Max Linder" (TV 1995) (-"-/Max fotografiert, 1913, 13:06); Der Film wurde veröffentlicht auf DVD "Laugh with Max Linder" (Max Takes a Picture, 13:07) Ein Ausschnitt des Films ist enthalten in: Le Temps de Max (TV-Dokumentation, 2000)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anmerkung:

Der Film enthielt mindestens einen Untertitel, der durch die Schnittauflage der Münchener Polizei dokumentiert ist:

 

Brief "Ich bin gewohnt im anliegenden Badeanzug zu baden...", №9944, ZPB

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Filmbeschreibungen/Kritiken:

 

Max befindet sich im Seebad und hat sich eben träge im Sand ausgestreckt, als eine junge Dame ankommt, welche die Badezelle öffnet, vor der er es sich bequem gemacht hat. Seine Anwesenheit scheint ihr nicht zu behagen: zuerst zögert sie, dann richtet sie die Worte an ihn: "Mein Herr, ich bin gewohnt, in enganliegendem Badeanzug zu baden, und wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie nicht hinschauern wollten, wenn ich ins Wasser gehe." Dieser inständigen Bitte kann sich Max nicht verschließen, und er hält sich mit den Händen die Augen zu, - um besser zwischen den Fingern hindurch sehen zu können. Und kaum hat sich die hübsche Dame in die blaue Flut begeben, als er seinen Kodak hervorholt und ihn auf die schöne Unbekannte richtet. Er will warten, bis sie dem Wasser wieder entsteigt, um sie dann zu knipsen. Die Badende legt Widerspruch ein. Max entgegnet, daß er ihr wohl versprochen habe, nicht zu gucken, wenn sie ins Wasser gehe, aber nicht, daß er nicht hinschauen wolle wenn sie wieder herauskomme. Hierauf taucht die Badende unter, und Max betrachtet verblüfft die großen Kreise, die sich um den Ort bilden, an dem die untergetaucht ist. Vergeblich sucht er den ganzen Strand ab. Die Sirene ist verschwunden! Max, welcher glaubt, daß sie ertrunken sei, holt Hilfe herbei, bestellt Taucher und läßt das Meer absuchen .. Nichts ist zu finden! Unterdessen ist die Badende, eine gute Schwimmerin, an einer weit entlegenen Stelle des Strandes herausgekommen, und als sie ihre Badezelle verläßt, bemerkt sie eine Menschenansammlung, die sich um Max, der eine ernste Miene aufgesetzt, gebildet hat und mit bewegter Stimme um die scheinbar Ertrunkene klagt. Die Freude unseres Freundes angesichts derer, die er durch seine Schuld für verloren gehalten hat, ist unbeschreiblich. .... (Pathé-Woche №42 [Berlin], 1913)