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Weitere Titel: Eine ruhige Wohnung (Ö) - Länge: ?m - Interpret: Max Linder - Produktion: Pathé Frères - Katalog-Nr.: ?/?

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„Meine Herrschaften, wir spielen heute das komische Lustspiel „Eine ruhige Wohnung“ mit dem beliebten Komiker Max Linder in der Hauptrolle. Max hat sich mit seiner Quartiersfrau zerstritten, weil sie immer den Zins von ihm verlangte, was aber Max mit leeren Händen ablehnen wollte. Hierauf machte ihm die Quartierfrau einen kurzen Prozeß und setzte Max einfach vor die Haustiere, wo wir ihn eben sitzen sehen. Nun beginnt Max die Sucherei nach einer ruhigen Wohnung, wobei er eine Quartierfrau meinte, die entweder schon in Agonie liegen tut oder so geistesschwach ist, daß sie auf den Zins ganz vergessen werde. Auf dem Wege bemerkte Max einen Zeitungsverkäufer, bei dem er sich eine große Zeitung ausborgte, damit er die freien Wohnungen im Annoncenteile lesen könne. Dabei passierte ihm das Malheur, daß er mit dem Fuße den Zeitungsständer umstössen tut. Max rennt schnell davon, hinter ihm der Zeitungshändler, dann dessen Frau und fünf Kinder, dann eine Menge Leute und ganz hinten ein dicker Schutzmann, der gar nicht weiß, warum er überhaupt laufen muß. Aber weil die anderen rennen, so denkt er, da vorne wird schon einer sein, der etwas angestellt hat, und drum rennt er nach. Max ist in seiner Verlegenheit in ein fremdes Haus gelaufen, wo er einen Zettel sah, daß eine Wohnung zu vermieten wäre. Er rennt die Stiege hinauf, bevor die Verfolger ihn sehen. Rasch eilt er hinauf, indes unten die Menge ihn vergeblich sucht. Oben öffnet ihm eine alte, schwerhörige Matrone, die ihm das Zimmer zeigt. Max blickt aus dem Fenster hinunter, sieht dort die erregte Menge und den Schutzmann und beschließt, die ruhige Wohnung zu mieten, in der außer ihm noch fünf andere Mieter leben. Aber für heute ist Max gerettet! — Ausgang rechts! Auf Wiedersehen!“ Gustav Breyer. (Mein Film, Nr. 523 [~3. Jan. 1936])

 

 

 

Note: Als Beispiel für einen "Erklärer" wurde obige Filmbeschreibung "ziemlich wortgetreu" in der Ausgabe Nr. 523 (~3.Jan.36) der österreichischen Zeitschrift "Mein Film" abgedruckt".