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Le serment d'un Prince

Weitere Titel: Der Schwur eines Fürsten (D, Ö)/ A prince's honour (UK)/ A prince of worth (USA) - Szenario: Max Linder - Länge: 175m - s/w, teilweise viragiert - 5 UT - Interpreten: Max Linder {Jacques de Lacerda}; Mlle. Bièvre {Malvina} - Produktion: Pathé Frères - Katalog-Nr.: 3448/März 10 - Auff.: 8. März 1910 (Kopenhagen/ Royal-Biograf-Teater) — Weitere Auff.: 19.3.10 (Graz/ Grazer Bioskop); 22.4.10 (Paris/ Omnia Pathé)

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[Dramatische Szene] Ein Fürstensohn verliebt sich in eine arme Artistin, stellt sie seinem Vater vor und dieser weist sie schroff hinaus. Der Sohn hält das gegebene Eheversprechen, folgt ihr und wird Akrobat. - Beiden geht es anfangs sehr schlecht. Doch die Zeiten ändern sich und infolge ihrer guten Leistungen bekommen beide ein Engagement in einem hauptstädtischen Zirkus, wo sie unter ihrem wahren Namen auftreten. Der alte Fürst erfährt dies, ist glücklich, daß sein Sohn noch lebt und nimmt beide verzeihend in sein Schloß auf. (Neues Wiener Journal, 6.3.1910)

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This is the third film within the week in which Max Linder is introduced as the principal character. In this instance he appears in a new light, displaying an amusing versatility, even if he cannot be said to shine very brightly. He is supposed to be a prince in love with a strolling singer, whom he marries. His father and mother have picked another wife for him, and they are furious when he confesses the truth. But he is game and goes out with his young wife to earn his own living, becoming an acrobat. Some years later the pair have become headliners in vaudeville and we see Max doing a stunt on the stage. The exhibition is rather weak for a star act, though quite creditable for an amateur. His father sees it from a box and his rage having passed away, he takes the son, wife and child home to the bosom of his family. (New York Dramatic Mirror, Jun. 4, 1910)

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Un jeune Prince, Jacques de Lacerda, est marié secrè­tement avec une jeune bohémienne Malvina. Ils ont une petite fille. Mais lorsque son père veut le forcer à épouser une riche héritière, il lui avoue la vérité. Chassé par son père, il devient acrobate des rues puis la vedette d’un théâtre de vaudeville. Son père, ayant vu le spectacle, change d’idée et l’accepte avec sa femme et son fils. (Henri Bousquet, Catalogue Pathé des années 1896 à 1914, Bures-sur-Yvette, Editions Henri Bousquet, 1994-2004)

 

 

 

Anmerkung: Die Beteiligung von Bièvre wird erwähnt in "Aftenbladet [Kopenhagen], 8.3.1910": "Mlle Bievre, Frankrigs skønneste Skuespillerinde, har ladet sig bevæge til at optræde i Mortimer Raillettes lille fine Skuespil "Prins og Gøgler", som for Tiden fremvises i Biograf Royal. Sammen med Hr. Max Linder spiller hun saa gribende og naturligt, at man uvilkaarligt tror at overvære Handlingen i Virkeligheden." – Note: The participation of Bièvre is mentioned in "Aftenbladet [Kopenhagen], Mar. 8, 1910": "Mlle Bievre, France's most beautiful actress, has agreed to perform in Mortimer Raillettes' little refined drama "Prince and acrobat", which at present is displayed at the Biograf Royal. Along with Mr. Max Linder she plays so profound and natural, that one involuntarily thinks to witness the action in reality.."

Eine Kopie des Films wird verwahrt in: Cinemateket-Svenska Filminstitutet (Stockholm)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

UNTERTITEL:

 

Ein Abenteuer des jungen Fürsten von Lagerda. - Ein reicher Bankier schlägt dem Fürsten von Lagerda eine Heirat zwischen ihren Kindern vor. - Für seinen Lebensunterhalt - Drei Jahre später der Star in der Musikhalle. - Nach dem Theater. (Kinematographische Rundschau, 24.2.1910)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Filmbeschreibungen/Kritiken:

 

Der junge Fürst Lacerda hat sich in eine arme Artistin verliebt und ihr ewige Treue geschworen. Er ist bereits Vater eines lieben Mädchens, doch haben seine Eltern von seiner Liaison keine Kenntnis. Der junge Lacerda soll nun mit einer reichen Bankierstochter die Ehe schließen. Er nimmt jedoch diesen Antrag infolge seines Schwures nicht an, und als er seinen Eltern die Artistin und das Kind vorstellt, weist der Vater das Mädchen mit dem Kinde aus dem Hause. Der junge Fürst folgt seiner Liebsten und mittellos in die Welt gestellt, versucht er seinen Lebensunterhalt als Clown zu erwerben. Er zieht in einem Wagen mit seiner Familie von Ort zu Ort, doch das Glück ist ihm nicht hold und seine Kunst bringt ihm nicht das erhoffte Brod. Traurig, ohne Heller Geld in der Tasche, sitzt der Fürst vor der Maringotte, die sein Heim geworden. Seither sind drei Jahre vergangen. Seine Liebste hat sich zu einem Stern der Künstlerwelt emporgeschwungen. Alles jubelt der hübschen Sängerin zu, während der junge Fürst sich als Artist einen Ruf gemacht hat. Der alte Fürst liest zufällig vor dem Eingang des Variétés die Ankündigung von dem Auftreten des berühmten Artisten Prinz Lacerda. Er nimmt sich vor, seinen Namensträger zu sehen und wohnt deshalb in einer Loge der Vorstellung bei. Hier sieht er seinen seit drei Jahren vom Elternhaus ferngebliebenen Sohn, der im Künstlertrikot Kraftübungen auf dem Trapez macht. Die Sehnsucht läßt den Vater nach der Vorstellung vor dem Eingange warten. Er umarmt den Sohn und nimmt ihn samt seiner Frau und Kind in sein Haus, wo er die Mutter überrascht, die freudig ihren verloren geglaubten Sohn an's Herz schließt. (Kinematographische Rundschau, 24.2.1910) 

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A young prince secretly married to a gypsy girl is forced to disclose the fact when his father desires him to marry a wealthy girl. Cast out by his parents he is forced to earn his own living, and commencing in the streets as an acrobat he eventually becomes the star turn in a prominent vaudeville house. His father one night sees his son's performance and pleased with his success agrees to a reconciliation with him, his wife and little child. Max Linder plays the chief part in the film and his cleverness on the trapeze shows him in a new light. (Moving Picture World, May 28, 1910)

 

Turned away by his father because he marries a gypsy girl, a young prince becomes the leading actor in a vaudeville entertainment. His father watches his clever performance and is so pleased that he accepts his son an his family. Max Linder plays the leading part and some of his trapeze work is exceptionally good. (Moving Picture World, Jun. 11, 1910)