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Voisin, voisine

Weitere Titel: Nachbar und Nachbarin (D, Ö)/ Neighbours (UK) - Regie: (Max Linder) - Szenario: Max Linder - Länge: 200m - s/w - 4 UT - Interpret: Max Linder - Produktion: Pathé Frères - Katalog-Nr.: 4499/Aug.11 - UA: 28. Juli 1911 (Österreich, Auff. in „Bioskop Theater Annenhof“/Graz am 12.8.1911) — Weitere Auff.: 26.8.11 (Magdeburg/ Tonbild-Theater); 22.9.11 (Paris/ Omnia Pathé)/ (Lyon/ Pathé Grolée)

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Aus dem neuesten Pathé-Programm vom 26. August schaut uns das Anlitz eines alten, langvermißten Freundes lächelnd entgegen: "Max", der Liebling des Kinopublikums in Nord und Süd, in Ost und West, zeigt sich endlich wieder einmal! Der lustige Film "Nachbar und Nachbarin" gibt ihm Gelegenheit, sich in den Freuden und Nöten eines kleinen Doppelverhältnisses - er beglückt zu gleicher Zeit ein solides Rentnertöchterlein und eine niedliche Tänzerin mit seiner Gunst - als geschickter Herzensjongleur zu erweisen. (Erste Internationale Film-Zeitung, 12.8.1911)

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Our old favourite, Max Linder, will make his re-appearance to-night in a picture entitled “Neighbours.” This popular and ever-versatile comedian has been greatly missed from the pictures lately, owing to having met with a very severe accident whilst going through some of his marvellous performances before the camera-man. At first his life was despaired of, but, owing to his fine constitution and his abundant spirit, he pulled through and is now himself once again, and taking his old place, which, by the way, has never been filled by anyone nearly so capable, in cinematograph plays. (Camperdown Chronicle, 26.9.1911)

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Fenêtre à fenêtre, deux amoureux, Max et Nettgi, ont choisi pour poste restante une cage à serins fixée au mur mitoyen. Max doit demander ce jour là la main de Nettgi à son père. Malheureusement, l’étourdi perd une lettre compromettante où la jeune fille trouve la certitude que son fiancé la trompe avec une certaine Mlle Lulu. Furieuse et désolée, Nettgi passe sa colère sur le coupable et le martyrise hypocritement tout le long du repas où il a été convié. Enfin, malgré ses efforts pour faire bonne contenance, la patience de Max finit par se lasser et ce n’est pas sans peine que le père de l’irascible Nettgi parvient à la réconcilier avec son fiancé qui, de son côté, fait le serment solennel de renoncer à jamais à toutes les demoiselles Lulu. (Henri Bousquet, Catalogue Pathé des années 1896 à 1914, Bures-sur-Yvette, Editions Henri Bousquet, 1994-2004)

 

 

 

Eine Kopie des Films wird verwahrt in: bfi/National Film and Television Archive (London)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

UNTERTITEL:

 

1) Mein lieber Nachbar! Ich freue mich sehr, daß Sie Papa zur Mittagstafel eingeladen haben und benutzen Sie die Gelegenheit, ihm zu sagen, daß wir uns lieben. Ihre Netgi. - 2) Angebetete Nachbarin! Das ist meine Absicht. Ich liebe Sie und habe nur den einen Wunsch, daß Sie meine Gattin werden mögen. Ihr Max. - 3) Lieber kleiner Max! In meinem Theater finden diese Woche keine Vorstellungen statt. Es wäre mir sehr angenehm, einen Abend mit dir zu speisen, bitte gib mir den Tag an. Einen innigen Kuß von deiner kleinen Lulu. - 4) Miß Netgi will sich rächen. (Zensurkarte Berlin Nr.12738, 26.7.1911)

 

 

 

 

 

 

Weitere Filmbeschreibungen/Kritiken:

 

Max Linder, der Liebling des Publikums, der sympathische und glänzende Darsteller so vieler unvergeßlicher Szenen, tritt endlich, nach einer langen Krankheit, wieder auf in einer ausgezeichneten Komödie: "Nachbar, Nachbarin". Zwei Verliebte, Max und Nettgi, die nebeneinander wohnen, haben einen an der Mauer befestigten Vogelkäfig als Briefkasten für ihre Liebesbriefe benutzt. So erfahren wir, daß Max sich mit Nettgi verlobt hat und beabsichtigt, noch an demselben Tage bei ihrem Vater um sie anzuhalten. Unglücklicherweise verliert der leichtsinnige Verehrer einen kompromittierenden Brief aus dem das junge Mädchen ersieht, daß ihr Bräutigam sie mit einer gewissen Lulu hintergeht. Wütend und enttäuscht, läßt Nettgi ihren Zorn an dem Schuldigen aus und martert ihn unaufhörlich während des Essens, zu dem er eingeladen. Endlich ist jedoch auch Max' Geduld zu Ende, und dem Vater Nettgis gelingt es nur mit Mühe, beide zu versöhnen. Max schwört von nun an, auf alle Lulus der Welt verzichten zu wollen. (Pathé Woche, 4.Aug.-Woche 1911)